Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.08.2018


Aus Pallins Wunschspieler lacht eine wahre Frohnatur

Die Innsbrucker Haie laden die Fans heute (15 Uhr) zum internen Trainingsspiel. Neuzugang Michael Boivin läuft für die „Flying Elbows“ auf.

© Amir BeganovicHat seinen Platz in der Eishockey-Kabine der Innsbrucker Haie gefunden – Neuzugang Michael Boivin strahlte in den ersten Trainingswoche oft übers ganze Gesicht.Foto: Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck – Phillip Lindner führt die „Flying Elbows“ heute in der Tiwag-Arena als Captain gegen die „Violent Gents“ von Florian Pedevilla aufs Eis. „The Battle“ soll im Vier-gegen-Vier, Drei-gegen-Drei und später mit einem Penaltyschießen bei den Fans wieder Appetit auf die neue Eishockey-Saison wecken.

Neuzugang Michael „Mike“ Boivin will heute beim Team der „fliegenden Ellbogen“ seine Tugenden zeigen. Und dazu zählt kein Faustkampf („Ich spiele nicht schmutzig, die Fights überlasse ich in der Saison lieber den härteren Jungs“), sondern vielmehr sein gutes Händchen im Spiel mit der Hartgummischeibe. „Ich habe ein gutes Puckmanagement, liebe es eiszulaufen und will mit meinen offensiven Händen unsere starken Stürmer finden“, führt der kanadische Verteidiger aus. Boivin war ein absoluter Wunschspieler von Headcoach Rob Pallin, der ihn aus gemeinsamen Zeiten in Fehervar (HUN) kennt und dem die starken Leistungen des 27-Jährigen in der vergangenen Saison bei Ligarivale Zagreb (CRO) nicht entgangen sind. Mit 38 Punkten (17 Tore/21 Assists) und einer starken Plus-Minus-Statistik (+19) hält Boivin aus der Vorsaison beste Referenzen.

„Natürlich will ich da anschließen. Es ist perfekt, hier zu sein. Ich kenne Robs offensiven und schnellen Stil“, sagt Boivin, der in der Erste Bank Eishockey Liga auch schon für Salzburg (2013/14) spielte.

Wer aus Vancouver kommt, liebt klarerweise die Natur – sei es der Ozean, schöne Seen oder auch Berge. „Ich spiele gerne Golf und gehe gern auf Entdeckungsreisen“, führt Innsbrucks neue Nummer „28“ aus. Viel zu entdecken gibt es auch in einer neuen Rolle. Vor vier Monaten wurde Boivin stolzer Vater eines Sohnes, der den Namen Bennett trägt. „In die Elternrolle müssen meine Frau und ich hineinwachsen. Jetzt haben wir ja einen kleinen Sohn und eine alte, grantige Großmutter zuhause“, spielt er mit einem dicken Schmunzeln auch auf die 12-jährige Hündin „Lovie“ an, die sich offenbar nicht mehr so gerne bewegt.

Das herzliche Willkommen seitens der Kollegen und des Vereins habe den Anfang im Innsbrucker Haifischbecken um einiges leichter gemacht. Heute stellt sich die Frohnatur den „Violent Gents“.



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