Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.09.2018


Stadt informierte über Parkzone

Großes Interesse bei Infoveranstaltung auf der Hungerburg. ÖVP will auch in der Innenstadt Verbesserungen – etwa mit einem Drei-Stunden-Ticket ab 18 Uhr.

© Stadt InnsbruckStR Uschi Schwarzl und Christian Schoder (Referat Tiefbau; 2. v. l.) erläuterte­n im Pfarrsaal die Pläne für die Straßengestaltung.Foto: IKM/Kuess

Innsbruck – Rund 100 Interessierte kamen am Mittwoch in den Pfarrsaal Hungerburg. Bei der Infoveranstaltung wurde einerseits über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung diskutiert. Andererseits ging es um die geplante Parkraumbewirtschaftung. „Die Einführung einer Parkzone ist vielfacher Wunsch der Bewohner. Es gab im Vorfeld mehrere Gespräche dazu“, erklärte Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne). Auch die Anregungen der Anrainer wurden aufgenommen – die Gemeinderäte Mariella Lutz (VP), Markus Lassenberger (FP) und Gerald Depaoli (GI) hörten sich diese an.

„Für die Bewohner des Stadtteils stellen bisher vor allem Dauerparkende und Freizeitsuchende, die mit dem Auto anreisen, ein Problem dar. An Tagen mit Schönwetter ist der Hungerburgweg bzw. die Gramartstraße oft beidseitig zugeparkt“, erklärte Schwarzl. Geplant ist daher nun die Einführung einer Parkstraßenregelung – die TT berichtete. Gebührenpflicht soll dann täglich von 9 bis 19 Uhr herrschen. Der Tarif entspricht, wie in den bestehenden Parkzonen in der Stadt, 70 Cent pro 30 Minuten. Es ist keine Höchstparkdauer vorgesehen, der maximale Tagessatz liegt bei sieben Euro. Anwohner haben die Möglichkeit, eine Anwohnerparkkarte beim Referat Parkraumbewirtschaftung zu beantragen.

Ein zweiter Schritt zu einer besseren Regelung der Parksituation und der Verkehrssicherheit sollen Gestaltungsmaßnahmen in der Höhenstraße und entlang des Hungerburgwegs sein. „Für Fußgänger besteht derzeit vom Parkplatz Hungerburgbahn bis zur Kreuzung Gramartstraße und Rosnerweg kein Gehsteig, diesen wollen wir nun errichten“, erläuterte Schwarzl bei der Informationsveranstaltung. Westlich der Gramartstraße sind Parkplätze und entlang des südlichen Hungerburgwegs ist ein Parkstreifen eingeplant. Außerdem ist eine Mittelinsel geplant, um das Überholen zu erschweren.

VP-Klubobmann Johannes Anzengruber hatte die Infoveranstaltungen für die Anrainer der Hungerburg schon vorab begrüßt. „Wir wollen die Ideen und Anregungen in die Umsetzung einbringen und keine Beschlüsse gegen den Willen der Betroffenen mittragen“, erklärte Anzengruber. Für VP-Verkehrssprecherin Lutz ist dies die Gelegenheit, um auch in der Innenstadt Verbesserungen einzuführen: „Mit einem Drei-Stunden-Ticket ab 18 Uhr wäre ein stressfreier Besuch eines Konzertes, Theaters oder Restaurants möglich. Die derzeitige 90-Minuten-Regelung ist für viele am Abend ein Stressfaktor, der die Kultur und Gastronomie in der Innenstadt massiv belastet. Wir werden diese Maßnahme so schnell wie möglich in der Stadtkoalition diskutieren.“ (TT, mw)



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