Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 12.09.2018


Arche Noe: Klein, aber künstlerisch ganz groß

Seit fünf Jahren bietet die Arche Noe in Kufstein Kleinkunst an. Auch für heuer hat der Verein um Siegfried Bric wieder viel vor.

© OtterWirt Albin Majcenovic, Stefan, Siegfried und Usel Bric (v. l.) zogen Bilanz und gaben einen Programmausblick in der Arche Noe.Foto: Otter

Von Wolfang Otter

Kufstein – Seit fünf Jahren ist die Arche Noe ein Treffpunkt für Kulturliebhaber und Künstler gleichermaßen. Siegfried Bric hat sich mit seinem Kufsteiner Verein der Kleinkunst verschrieben und bereichert den ohnedies bereits üppigen Veranstaltungskalender mit weiteren 120 Terminen. Aber er – Bric – sehe keine Konkurrenzsituation, ganz im Gegenteil, eher eine Ergänzung zum Veranstaltungsreigen, wie zu den „Wunderlichen Kulturtagen“. „Die Wunderlichs machen große Veranstaltungen mit bis zu 400 Personen, wir organisieren Kleinkunst“, sagt Bric. Und die Arche Noe ist eine Künstlerschmiede geworden. Besonders beliebt ist das Kleinkunst Gröstl, bei dem fünf Künstler, Kabarettisten und Musiker je 20 Minuten lang ihre Programme zeigen können. Die Besten erhalten einen Solo-Auftritt.

Beliebt sind auch die Theaterproduktionen im Saal im Hotel Gisela vis-à-vis dem Bahnhof Kufstein. Hierfür zeichnet Sohn Stefan Bric als Künstlerischer Leiter verantwortlich. Immerhin sieben Eigenproduktionen sind seit 2013 auf die Bühne gekommen. In der Saison 2018/19 sollen es nochmals vier werden. „Wir wollen, dass die Regie vermehrt von externen Profi-Regisseuren übernommen wird“, erzählt Stefan Bric. Die Schauspieler wiederum sind sehr oft Mitglieder der Theaterbühnen der Umgebung. „Eine Win-win-Situation“, wie Bric meint. Die meist jungen Regisseure können Erfahrungen sammeln, die Schauspieler bekommen Eindrücke und Feedback von Außenstehenden. Als erste Produktion wird Ephraim Kishons Komödie „Es war die Lerche“ in der Regie von Caroline M. Hochfelner zu sehen sein (Premiere 13. Oktober).

Auch wenn die Heimat immer die Kleinkunst-Bühne im Hotel Gisela ist, wird es auch größere Produktionen im Kultur Quartier geben. „Ich muss damit Geld für den Verein verdienen“, sagt Siegfried Bric. Er hadert mit den gekürzten Subventionen von Land und Stadt, „auch wenn wir um jede froh sind“, wie er betont.



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