Letztes Update am Fr, 14.09.2018 16:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vermisster Küblböck: Aida Cruises weist Verantwortung von sich

Seitens des Kreuzfahrtunternehmens heißt es, geschäftsfähigen Menschen könne eine Reise nicht verwehrt werden. Aida reagierte damit auf ein Statement von Küblböcks Vater, der eigenen Angaben zufolge „alles daran gesetzt hat, diese Reise zu verhindern.“

© dpaDaniel Küblböck auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2015.

Rostock – Nach dem Verschwinden von Ex-TV-Star Daniel Kaiser-Küblböck (33) weist das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises eine Verantwortung für den Vorfall zurück. „Grundsätzlich haben wir als Unternehmen keine juristische Grundlage, Kunden, die in vollem Umfang geschäftsfähig sind, den Antritt einer gebuchten Reise zu verwehren“, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aida betonte, dass es ein großes Verständnis für die tiefe Betroffenheit der Angehörigen gebe. „Ihnen gilt unser Mitgefühl in dieser schwierigen Zeit.“

Vater wandte sich an Schiffspersonal

Aida reagierte damit auf einen Eintrag von Kaiser-Küblböcks Vater Günter auf der Webseite seines Sohnes von Donnerstag. Darin heißt es: „Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, große Sorgen gemacht und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern.“ Schon da sei er auf die Gesetzeslage aufmerksam gemacht worden, nach der es keine Möglichkeit gebe, die Reise auf dem Schiff zu verwehren. Er habe daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben.

Kaiser-Küblböck war am Sonntag nach Angaben von Aida Cruises während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen. Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich. Am Montag stellte die kanadische Küstenwache die Suche nach dem Vermissten ein.

Zu den Ermittlungen der kanadischen Polizeibehörden teilte Aida mit: „Wir kooperieren mit den ermittelnden Behörden in vollem Umfang. Da es sich aber um laufende Ermittlungen handelt, können wir dazu keine Aussagen treffen.“ (dpa)



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