Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.08.2018


Wespenplage in Tirol: 50 Einsätze pro Tag

Kammerjäger stöhnen heuer: Bis zu 50 Mal pro Tag rücken sie aus, um Wespennester zu entfernen.

© iStockphotoRuhe bewahren: Wer bei sich zu Hause ein Wespennest entdeckt, sollte einen Fachmann zu Rate ziehen.

Innsbruck – So viele Wespen gab es noch nie, findet zumindest Helmut Amstätter, Vertreter der Schädlingsbekämpfer in der Tiroler Wirtschaftskammer: „Es ist eine Katastrophe. Bereits im letzten Jahr war das Wespenaufkommen in Tirol stark, aber dieses Jahr schlägt alles. Die Menge ist kaum zu erklären.“

Bis zu 50 Einsätze pro Tag hätte ein Kammerjäger derzeit in Tirol. „Von Montag bis Sonntag klingeln unsere Telefone, weil Leute Wespennester zu Hause entdecken“, erzählt der Kammerjäger.

Das diesjährige Klima sei laut Amstätter verantwortlich für die Wespenplage im Land: „Aufgrund von hohen Temperaturen hat 2018 das Wespenjahr früh begonnen. Trockenheit, hohe Luftfeuchtigkeit und milde Winter begünstigen das hohe Aufkommen der Insekten.“ Im Herbst werde es noch schlimmer, da noch mehr Wespen nachkommen, vermutet der Experte.

Seine Einschätzung scheint ihn nicht zu trügen, wie eine Nachfrage bei den Tirol Kliniken bestätigt. „Auf der Hautklinik sind in letzter Zeit vermehrt Menschen nach Wespenstichen versorgt worden“, berichtet Sprecher Johannes Schwamberger von den Tirol Kliniken.

Wenn ein Wespennest zu Hause entdeckt werde, sollte Ruhe bewahrt werden, rät Schädlingsbekämpfer Amstätter: „Man sollte nicht selbst herumwerkeln und auf keinen Fall die Einfluglöcher verschließen. Besser einen Profi heranziehen.“ Auch wenn das nicht ganz billig ist. Eine professionelle Schädlingsbekämpfung kostet, je nach Anfahrtsweg, bis zu 400 Euro. (win)



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