Letztes Update am Fr, 14.09.2018 11:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unfall bei Übung: Bayerische Zugspitzbahn ein „Totalschaden“

Bei einer Übung krachte ein Bergekorb gegen eine Gondel der neuen Seilbahn. Diese steht nun still.

© Bayerische ZugspitzbahnDer Bergekorb krachte ungebremst in die Seilbahn-Gondel, die dabei völlig zerstört wurde.

Grainau – Eine routinemäßige Bergeübung endete Mittwochabend für die Bayerische Zugspitzbahn in einem Desaster. Gegen 18 Uhr krachte ein unbemannter Bergekorb zwischen Stütze und Bergstation mit voller Wucht ungebremst in eine der beiden Passagierkabinen und demolierte sie völlig. Beide „Gondeln“ waren laut Auskunft der Pressestelle der Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG zum Unglückszeitpunkt unbesetzt.

Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge ist ein gerissener Kettenzug in der Bergstation Auslöser für den Zwischenfall an der Seilbahn. Die Höhe des Schadens ist noch nicht abschätzbar. Die Gondel konnte noch nicht geborgen werden.

Bis zur Behebung des Schaden rät die Bayerische Zugspitzbahn aus Sicherheitsgründen dringend davon ab die Kletterroute „Eisenzeit“ über das Bayerische Schneekar zu begehen.

Die kaputte Gondel konnte noch nicht geborgen werden.
TT

Die Bahn, die erst im vergangenen Dezember in Betrieb ging, werde „mit Sicherheit mehrere Wochen geschlossen bleiben“, sagte eine Sprecherin am Freitag. Dennoch könne Deutschlands mit 2962 Metern höchster Gipfel besucht werden: Die Zahnradbahn und die Gletscherbahn fahren demnach regulär. (fasi, dpa)



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