Letztes Update am Fr, 14.09.2018 06:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ex-Vizebürgermeister Kaufmann wechselt zu Olympiaworld

Christoph Kaufmann wird künftig als Hauptabteilungsleiter für die Sondersportstätten wie beispielsweise die Bobbahn zuständig sein.

© Thomas Boehm / TTChristoph Kaufmann.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Das Gerücht, dass der ehemalige Innsbrucker Vizebürgermeister und langjährige Sportreferent Christoph Kaufmann (Für Innsbruck) die Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH von Geschäftsführer Michael Bielowski übernehmen könnte, gab es seit Langem. Ebenso die diesbezüglichen Dementis. Jetzt wechselt Kaufmann tatsächlich mit 15. Oktober zur Olympiaworld. Aber nicht, um Bielowski abzulösen. Vielmehr wird er als neuer Hauptabteilungsleiter für alle Sondersportstätten der OSVI verantwortlich sein. Darunter fallen z. B. die Bobbahn, die Leichtathletikhalle, die Skaterhalle, aber auch das in Bälde neu zu errichtende Footballzentrum. Sowohl der Aufsichtsrat als auch die Vollversammlung haben dieser Jobrochade ihre Zustimmung erteilt.

Die OSVI befindet sich je zur Hälfte im Eigentum von Land und Stadt. LHStv. Josef Geisler (VP) bestätigte gestern auf Anfrage, dass Kaufmann den Posten erhalten habe. Eine Ausschreibung sei nicht notwendig gewesen, da es sich um eine „interne Nachbesetzung“ handle. Immerhin, so Geisler, sei Kaufmann Mitarbeiter des Ausbildungszentrums West (AZW). Dort arbeitete Kaufmann seit Mai wieder, davor war er karenziert. Das soll nun auch mit dem Wechsel in die OSVI wieder so erfolgen. Kaufmann sei für diesen Job qualifiziert, deshalb hätten er und auch Bürgermeister Georg Willi (Grüne) als Gesellschaftervertreter zugestimmt.

Kaufmann selbst sagte gestern auf Anfrage, dass man seitens der Eigentümer mit diesem Angebot auf ihn zugekommen sei: „Ich hoffe, dass ich in der Olympiaworld etwas bewegen kann.“ Sein Gemeinderatsmandat plane er weiter auszuüben.

Bielowski selbst, so heißt es, könnte in einem Jahr in Pension gehen. Sein Vertrag läuft unbefristet. Wer den Geschäftsführerposten erben soll, sei offen, sagt Geisler: „Der Job wird ausgeschrieben.“

Harsche Kritik an Kaufmanns Wechsel kommt von FP-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. Er vermutet einen „Postenschacher, den Willi nicht ohne Hintergedanken macht“: „Offensichtlich gibt es Gleiche und Gleichere.“



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Johannes Kuba • 13.09.2018 18:56
Sehr geehrte Damen und Herren! Zuerst wird man Sachbearbeiter, dann Abteilungsleiter und zum krönenden Abschluss Chef der Olympia-World. Die Qualifikation spielt nur eine untergeordnete Rolle. Der eigentliche Umfaller in dieser Geschichte ist Bgm. Georg Willi. Der Grüne wurde ein Parteisoldat der alten Schule .Postenschacher, Versorgungsposten oder Scheinposten sind des Georg Willis neue Kleider. In einer defizitären Firma wäre eine solche Konstellation der glatte Konkurs. Nicht so bei der Spielwiese Olympia-World. Würde es olympische Spiele im Postenschacher geben, so würde Geisler, Willi und Kaufmann den Teamwettbewerb überlegen gewinnen. 2020 wird sicher fusioniert. FI und ÖVP gehen nach über 20 Jahren wieder gemeinsame Wege. Dann werden wieder Posten gebraucht. Oppitz-Plörer, Franz X. Gruber und Andreas Wanker gehen dann in die "verdiente" Politpension. 2024 ist alles scheinbar vergessen. Scheinbar!
Peter Witting • 13.09.2018 13:57
Man schafft also wieder mal einen Versorgungsposten, das die FPÖ gleich als erste schreit ist dabei wieder mal bezeichnend angesichts dessen was die Partei selbst im Bund aufführt. Man könnte es auch als Heuchelei bezeichnen!

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