Letztes Update am Sa, 11.08.2018 09:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doppelt hält besser: Wacker II und Wattens bestreiten Heimspiele

In der 2. Liga freuen sich die Tiroler Klubs auf zwei Heimspiele: Die WSG Wattens empfängt Klagenfurt (20 Uhr), der FC Wacker II trifft auf die Blitzstarter von BW Linz (14.30 Uhr).

© gepaSimon Pirkl und Co. treffen heute im Tivoli auf BW Linz – und damit auf ein Team, das die ersten zwei Spiele souverän gewonnen hat.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck, Wattens – „Wir sind gut vorbereitet.“ Das ist grundsätzlich keine Überraschung, wenn der Trainer Thomas Grumser heißt. Der Dompteur der Wacker-Fohlen gilt als Perfektionist, der den „Faktor Zufall“ meidet wie der Teufel das Weihwasser.

Also stellte Grumser seine junge Mannschaft gestern mit einem intensiven Videostudium auf den heutigen Gegner (14.30 Uhr, live laola1.tv) BW Linz ein. Ein Kontrahent, der nicht nur namhafte Akteure (Manuel Hartl, Thomas Fröschl, Mario Ebenhofer ...) in seinen Reihen weiß, sondern mit einem starken Saisonstart (zwei Siege) aufzeigen konnte. Nach den Duellen mit den OÖ Juniors (3:0) und Amstetten (0:0) treffen die Tiroler also erstmals auf eine Mannschaft, der man eine Platzierung an der Spitze zutraut. „Sie sind vor allem defensiv sehr stabil“, weiß Grumser.

Traf gestern für Liefering beim 3:0-Sieg gegen die Young Violets – der Ex-Wattener und Imster David Schnegg.
gepa

Qualitäten entgegenstellen

Den Routine-Vorteil hätten die Linzer mit einem Durchschnittsalter von knapp unter 25 Jahren ohnehin. „Wir werden ihnen unsere Qualitäten entgegenstellen.“ Das heißt: schnelle Kombinationen und taktische Disziplin. Die Blicke werden sich auch wieder auf Matthäus Taferner richten, der nach seiner Einwechslung gegen Amstetten für viel Schwung gesorgt hatte. Ob und welche Verstärkung es aus dem Bundesliga-Kader gibt, sollte sich erst gestern Abend entscheiden. Verzichten muss Grumser jedenfalls auf die Langzeit-Ausfälle Jeffrey Egbe (Zivildienst) und Clemens Hubmann (verletzt).

Grünwald schaltet Anwalt ein

Die 1:2-Niederlage in Ried ist für die WSG Wattens zumindest sportlich abgehakt. Auch wenn sie „immer noch extrem wehtut“, wie Sportmanager Stefan Köck gestern bestätigte. Was die falschen Schlagzeilen um eine angebliche Verhaftung von Goalie Pascal Grünwald in verschiedenen Medien betrifft, gibt es aber ein Nachspiel: „Pasi hat einen Anwalt eingeschaltet“, erzählte Köck gestern. Aber zurück auf den Rasen: Dort kommt es heute (20 Uhr, live laola1.tv) zum Duell mit Austria Klagenfurt.

Und das wird keine leichte Aufgabe, denn dem Aufsteiger ist durchaus zuzutrauen, zur Überraschungsmannschaft der Liga zu avancieren. „Sie haben Spieler mit großer Erfahrung“, weiß Köck und nennt dabei Sandro Zakany und Markus Rusek namentlich. „Wir werden uns so präsentieren müssen wie im ersten Heimspiel (6:1 gegen Lafnitz, Anm.) oder die letzten 25 Minuten in Ried.“ Im Innviertel waren ja unter anderem Milan Jurdik und Ignacio Jauregui ganz knapp am späten Ausgleich dran gewesen.

Personelle Qual der Wahl

Aber zurück zu den Violetten aus Kärnten. „Ob Klagenfurt der stärkste Aufsteiger ist, wird sich erst nach ein paar Runden zeigen. Fakt ist, dass sie gegen Lustenau (1:1, Anm.) stark gespielt haben, gegen Blau Weiß Linz (1:3, Anm.) weniger“, weiß auch Trainer Thomas Silberberger, der heute die personelle Qual der Wahl hat. Schließlich steht nur der weiter rekonvaleszente Felix Adjei nicht zur Verfügung. Da wird sich im 18-Mann-Kader der eine oder andere Härtefall nicht vermeiden lassen.

Es wird auch darum gehen, einen Kärntner Defensivriegel zu knacken. „Wir erwarten, dass sie auf Konter setzen“, erklärt Köck. „Wir müssen uns dagegenstemmen und den Spielaufbau stören“, fasste Klagenfurt-Coach Frankie Polanz sein Konzept in Worte.



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