Letztes Update am Fr, 14.09.2018 16:16

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich führt im Davis-Cup-Duell gegen Australien mit 2:0

Dominic Thiem feierte gegen Jordan Thomposon einen glatten Dreisatzsieg, Dennis Novak setzte sich in vier Sätzen durch.

© APASouveränder erster Auftritt von Dominic Thiem in Graz.

Graz – Dennis Novak hat am Freitag vor 6.000 Zuschauern in Graz mit einem 3:6,6:2,6:3,6:2-Sieg über die australische Nummer eins, Alex de Minaur, im Davis-Cup-Weltgruppen-Play-off auf 2:0 für Österreich gestellt. Damit haben Oliver Marach und Jürgen Melzer schon am Samstag die Chance, den Sieg über Australien und die Rückkehr in die Weltgruppe sicherzustellen.

Der 25-jährige Niederösterreicher dominierte nach dem verlorenen Auftakt-Satz das Match über weite Strecken und sorgte für den nicht unbedingt zu erwartenden zweiten Punkt für die Truppe von Kapitän Stefan Koubek. Die Australier stehen im Doppel mit dem Rücken zur Wand, Österreich hat nun schon am Samstag den ersten von drei „Matchbällen“ zur Entscheidung. Die ÖTV-Equipe war zuletzt 2013 in der obersten Spielklasse des Traditionsbewerbs vertreten.

Thiem ganz souverän

Im Auftaktmatch gegen Jordan Thompson die 1:0-Führung her. Der Weltranglisten-Achte war gegen die ATP-Nummer 111 in 95 Minuten beim 6:1,6:3,6:0 völlig ungefährdet.

Statt der Nummer 1 der Welt in New York nun gegen die Nummer 111, statt auf Hartplatz im Grand-Slam-Viertelfinale nun auf Sand im Davis Cup. Der Kontrast konnte im ersten Match seit dem großartigen Viertelfinale bei den US Open gegen Rafael Nadal (knappe Fünfsatz-Niederlage, Anm.) kaum größer sein. Doch Thiem hat die Erwartungshaltung vorerst erfüllt.

„Es war alles komplett anders, aber ich habe versucht, dass ich daran anschließe, was ich in New York in den letzten zwei Matches gemacht habe. Das ist mir eigentlich gelungen“, zeigte sich Thiem nach dem sicheren Sieg zufrieden.

Thiem spielte sich nach etwas verhaltenem Beginn immer besser ins Match. Ab dem Break zum 3:1 wurden die Schläge des French-Open-Finalisten härter und präziser. So gelang Thiem ein zweites Break zum 5:1 und nach 31 Minuten hatte er Satz eins für Österreich in der Tasche. „Ich war ein bisserl nervös ganz am Anfang, aber mit dem ersten Break ist alles besser geworden. Am Schluss bin ich immer lockerer geworden und habe dann nur noch durchgezogen.“

Kurze Schwächephase im zweiten Satz

Ein frühes Break zum 2:1 reichte Thiem, der allerdings bei 3:2 selbst nach zwei Doppelfehlern den ersten Breakball abwehren musste, letztlich zur 2:0-Satzführung nach nur 70 Minuten. Auch im dritten Satz war nach dem Serviceverlust von Thompson zum 0:2 schnell alles klar.

„Ja, im zweiten Satz war es die einzige kurze Schwächephase mit zwei Doppelfehlern, wo er fast wieder drangekommen ist. Danach war das fast gegessen“, konstatierte Thiem. Er bescheinigte sich eine von Anfang bis zum Ende solide Leistung. 23 Winner, aber auch 32 unerzwungene Fehler bezeugen auch gewisse Schwächen.

Gegen De Minaur, gegen den Thiem am Sonntag im ersten Einzel (11.00 Uhr) spielen wird, wird es schwieriger haben. „Ich habe letztes Jahr in New York gegen ihn gespielt, da war er viel schwächer als jetzt. Er hat sich zu einem sehr guten Spieler entwickelt. Trotzdem glaube ich, dass er sich auf Hardcourt wohler fühlt.“ Thiems Rezept gegen den 19-jährigen Weltranglisten-38.: „Ihn mit hohen Spinbällen unter Druck setzen, weil er sich ab einer gewissen Höhe nicht mehr so gut fühlt.“ (APA)



Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Weitere Artikel aus der Kategorie »
Um kommentieren zu können, müssen Sie TT-Abonnent sein und sich mit Ihrem Benutzerkonto angemeldet haben. Hier geht es zur Anmeldung bzw. Erstregistrierung.
Anmelden

Allgemeine Posting-Regeln

Wer hier postet muss die allgemeinen Gesetze und Rechtsvorschriften einhalten.

Mehr lesen